Auf dem Bild sieht man das Team von LAPP Australien mit Matthias, Andreas und Alexander Lapp in der Werkshalle.
Matthias, Andreas und Alexander Lapp zu Besuch im Werk LAPP Australien

LAPP Australien ist ein Joint Venture-Unternehmen des neuseeländischen Unternehmens ECS und LAPP. ECS ist ein führender Anbieter von Elektro- und Automationsprodukten in Neuseeland. Ebenso wie LAPP ist auch ECS ein Familienunternehmen. Und ein „alter Bekannter“: Seit über 30 Jahren repräsentiert ECS in Neuseeland LAPP und vertreibt dort unsere Produkte. Und da ECS auch den australischen Markt gut kennt, lag es auf der Hand mit ihnen ein Gemeinschaftsunternehmen zu gründen, um die Marke LAPP und die Verbindungslösungen auch in Australien zu etablieren. Mit Erfolg!

„Wir haben eine sehr starke Kultur der Kundenorientierung in allen Bereichen des Unternehmens. Hinzu kommen ein breites Sortiment an lokal gelagerten Kabeln, Steckern & Kabelzubehör sowie eine hervorragende digitale Strategie, die wir seit dem Start 2018 konsequent fortsetzen“, beschreibt Simon Pullinger, General Manager bei LAPP Australien, sein Erfolgsrezept. Das klingt einfach. Aber Australien ist mit 7.692.000 km², 26 Millionen Einwohnern und drei Zeitzonen ein riesiger Kontinent. Zum Vergleich: Deutschland hat eine Fläche von 357.000 km² und 83 Mio. Einwohner. Allein diese Größendimensionen zeigen sehr deutlich, wie schwierig es ist, diesen Markt zu bearbeiten.

Auf dem Bild sieht man das Team von LAPP Australien vor dem Firmensitz.
Das Team von LAPP Australien

Entsprechend strategisch wurde auch der Sitz von LAPP Australien gewählt. Er ist in Eastern Creek, New South Wales, etwa eine Autostunde vom Zentrum Sydneys entfernt. Der Hafen und der Flughafen sind, dank einer hervorragenden Straßenanbindung, in weniger als einer Stunde zu erreichen. Pullinger: „Damit können wir über Nacht Frachtaufträge bis nach Melbourne und bis nach Brisbane bringen, so dass wir unseren Kunden an der Ostküste Australiens ein hohes Serviceniveau bieten können.“
Die wichtigsten Kunden kommen aktuell aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, dem Schaltschrankbau sowie der Marine und Fördertechnik. Besonders nachgefragt wird die ROBUST-Serie (ÖLFLEX®, UNITRONIC® & ETHERLINE®), die wegen der klimatischen Bedingungen in Australien nicht nur im Food & Beverage-Bereich breite Anwendung findet. Für das kommende Geschäftsjahr will LAPP Australien auch ein Angebot für den Bergbau entwickeln. „Seit dem Start im Februar 2018 liegt unser Fokus Nummer eins auf der Kundenakquise für LAPP und der anschließenden Entwicklung dieser Kunden. Wir haben LAPP Australien mit null Kunden gestartet, aber jetzt haben wir über 1500 aktive Kunden, die auch immer mehr bei uns bestellen,“ freut sich Simon Pullinger.

Allerdings ist die Logistik immer wieder eine Herausforderung. In der Regel werden die Kunden vom 3000 qm großen Firmensitz in Eastern Creek aus beliefert. Dort steht ein starker Onshore-Lagerbestand mit über 3.000 Produktlinien, der sofort für den Versand am selben Tag verfügbar ist. Rund 60 Prozent der Kunden bekommen so, dank der guten geografischen Lage, am nächsten Tag ihre Ware. In abgelegenen Gebieten, z. B. in Pilbara in Westaustralien, die Straßengütertransport benötigen, kann die Auslieferung 5 – 7 Tage dauern.

Videobild „LAPP Australia Corporate“

Video: LAPP Australia Corporate

Für Produkte, die LAPP Australien nicht auf Lager hat, dauert die Lieferzeit deutlich länger. Simon Pullinger: „Die Entfernung zu den LAPP-Lagerstandorten in Übersee ist die größte Schwierigkeit. Die Seefracht aus Deutschland dauert 10 – 12 Wochen und aus Singapur 5 – 6 Wochen, sodass wir für Bestseller einen Mindestbestand von 6 Monaten vorhalten müssen, um sicherzustellen, dass wir immer vor Ort vorrätig sind. Was Kundenbestellungen von Produkten betrifft, die wir nicht auf Lager haben, versenden wir per Luftfracht direkt aus den deutschen Lagern nach Australien, mit einer Vorlaufzeit von 1 – 2 Wochen für die Kunden.“

Die australischen Mitarbeiter von LAPP sind hochmotiviert. „Wir nehmen unseren Mitbewerbern weiterhin Marktanteile ab, sowohl im Tagesgeschäft als auch bei Großprojekten“, so Simon Pullinger. So schnappten sie sich einen Großauftrag für die Modernisierung des Opernhauses in Sydney, ein Infrastrukturprojekt für eine neue Anlage von Rheinmetall oder ein großes ÖLFLEX® CONNECT-Projekt für die Beleuchtung im Untertagebau.