Ein vorkonfektioniertes Kabel ist, sind alle Entscheidungen getroffen, eine Rundum-Sorglos-Lösung. Wer in der Praxis Anlagen in Betrieb nimmt, weiß jedoch, wo ihre Fallstricke liegen. Denn schwierig wird es lange vor der Installation, wenn wichtige Entscheidungen für die Konfektionslösung getroffen werden müssen, die später nur schwer zu korrigieren sind: Welches Schutzklassenkonzept gilt im Feld? Welcher Stecker hält zyklischen Belastungen in einer Schleppkette stand? Sollte das Kabel gegen Öl, Kühlmittel oder UV-Strahlung geschützt werden?
Keine Frage: Eine Einheitslösung kann diesem Reichtum an Möglichkeiten nicht gerecht werden. Hier braucht es einen Spezialisten, der dieser Anforderung nicht nur mit Expertenwissen und Erfahrung, sondern auch mit einem differenzierten Portfolio an Patchkabeln und Cordsets entgegentreten kann. Ob ETHERLINE® PN Cabinet Cat. 6a für die Anbindung von Switches, die Verbindung von Switches und andere Netzwerkteilnehmern Schaltschrank oder M8- und M12-Kabelkonfektionen für die robuste Feldverkabelung: Jedes Produkt von LAPP ist so konzipiert, dass es in Kombination mit anderen Komponenten des Stuttgarter Verbindungslösungsspezialisten seine maximale Leistung entfaltet.
Cordsets: Verbindung vom Sensor zum I/O-Master
Auf Feldebene, wo Sensoren und Aktoren die Verbindung zur physischen Welt herstellen, kommen M8- und M12-Kabelkonfektionen zum Einsatz. Sie verbinden Feldgeräte mit dezentralen I/O-Systemen oder IO-Link-Mastern wie dem UNITRONIC® ACCESS MP08 IOL. Dabei kommt es nicht nur auf die Übertragungsqualität der Verbindung an, sondern auch auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen.
„Die Umgebungsbedingungen auf Feldebene unterscheiden sich grundlegend von denen im Schaltschrank. Vibrationen, Reinigungsmittel, EMV-Beständigkeit, Temperaturschwankungen – ein Kabel muss all dem standhalten, ohne die Signalqualität zu beeinträchtigen.“
– Simon Vrbnjak, Global Business Development Manager Industrial Communications, LAPP
Vorkonfektionierte Cordsets wie die UNITRONIC® SENSOR SH M12 sind daher nicht nur einfach zu installieren, sondern bieten auch langfristige Stabilität und sind für den Einsatz in Schleppketten geprüft.
Patchkabel: Präzision auf Netzwerkebene
Wo Steuerungen, Switches und weitere Netzwerkkomponenten Daten austauschen, sorgen Ethernet-Patchkabel für eine zuverlässige Kommunikation. Gerade im Schaltschrank kommt es dabei auf jedes Detail an: Kategorie, Schirmung und Biegeeigenschaften beeinflussen die Leistung und tragen maßgeblich dazu bei, wie aufwändig das Installieren wird. Gerade in PROFINET-Systemen, in denen eine Echtzeitkommunikation das Ziel ist, ist es wichtig, die Kabelkategorien und Anforderungen an die Abschirmungen einzuhalten, die in den Installationsrichtlinien angegeben werden.
Speziell für Schaltschänke hat LAPP beispielsweise die ETHERLINE® PN Cabinet Cat.6a entwickelt. Ihr besonders kleiner Biegeradius vereinfacht das einfache Verlegen auch in beengten Platzverhältnissen. Vorkonfektionierte RJ45-Stecker ermöglichen eine schnelle Installation, während Übertragungsraten von bis zu 10 Gbit/s die Grundlage für eine leistungsfähige industrielle Kommunikation schaffen. Ist eine Glasfaserverbindung zwischen Switches notwendig, hat LAPP passende Glasfaserleitungen im Portfolio. Sie übertragen Signale auch über größere Entfernungen störungsfrei.
Kund:innen, die bei der Wahl der Produkte überfragt sind, können sich beim Verbindungsspezialisten umfangreich zu den Lösungen und der Wahl der richtigen Komponenten von Spezialist:innen beraten lassen. Im LAPP Exploration Center am Hauptsitz in Stuttgart planen zertifizierte Techniker:innen Netzwerktopologien gemeinsam in Zusammenarbeit mit Auftraggeber:innen.
Aktive Infrastruktur: Industrial-Ethernet-Switches
Kabel übertragen Signale. Switches verteilen sie. Und auch hier kommt es vor der Installation und Inbetriebnahme auf eine kluge Vorarbeit und die passenden Produkte an: Ein Industrial-Ethernet-Switch ist der zentrale Knotenpunkt jedes Produktionsnetzwerks – er entscheidet darüber, ob Daten zum richtigen Zeitpunkt und in der richtigen Reihenfolge den richtigen erreichen. „Hier reicht die Hardware, die wir aus dem Bürogebrauch kennen natürlich nicht aus“, weiß Simon Vrbnjak, Global Business Development Manger Industrial Communication bei LAPP. „Wir sprechen hier von großen Temperaturbereichen, EMV-Resilienz und Unterstützung der Echtzeitprotokolle, die die Produktionsautomatisierung erfordert. Das Industrial-Switch-Portfolio von LAPP ist genau auf diese Bedingungen ausgelegt.“
Wichtig für Kund:innen bei der Auswahl der richtigen Komponenten ist die Unterscheidung zwischen managed und unmanaged Switches: Unmanaged Switches bieten Plug-and-Play-Einfachheit für unkomplizierte Verbindungen auf Maschinenebene, bei denen ein Konfigurationsaufwand nicht gerechtfertigt ist. Beide Produktfamilien unterstützen PROFINET und EtherNet/IP – die dominierenden Echtzeitprotokolle auf den europäischen, nordamerikanischen und asiatischen Märkten.
Dezentrale Intelligenz: Remote-I/O-Module
In herkömmlichen Steuerungsarchitekturen wird jedes Signal von jedem Sensor und Aktor, jeder Taste und Anzeige über einzelne Kabel hin zu einem zentralen Schaltschrank geleitet: Das Ergebnis kann schnell in einem wortwörtlichen Kabelsalat enden, ist aber in jedem Fall unpraktisch komplex und mit hohen Installationskosten verbunden. Sie zu skalieren ist schwierig. Eine Installation in einem einzigen Schaltschrank birgt zudem das Risiko, dass ein ganzes System auf einmal ausfällt – ein katastrophales Szenario für jede:n Anwender:in.
Expert:innen von LAPP wissen: Dieser Engpass kann beseitigt werden, wenn Remote-I/O-Module verbaut werden. Ein einziges Modul, das direkt an der Maschine oder am Förderband montiert ist, und überträgt sie digital über eine Netzwerkverbindung an die zentrale Steuerung. Das Ergebnis lässt Anwender:innen aufatmen: drastisch reduzierte Kabellängen, kleinere Schaltschränke, schnellere Inbetriebnahme und integrierte Diagnosefunktionen, die Fehler am Entstehungsort und nicht erst am Schaltschrankanschluss erkennen.
Das Fazit ist einfach. Industrielle Kommunikation erfordert Komponenten, die präzise zusammenpassen. LAPP bietet das gesamte Portfolio – Leitungen, Steckverbinder, Netzwerkkomponenten, alles aufeinander abgestimmt. „Was uns aber wirklich von reinen Komponentenlieferanten unterscheidet, ist das Systemdenken“, fasst Simon Vrbnjak, Global Business Development Manager bei LAPP, zusammen. „Bei LAPP erhält ein Kunde nicht nur das Kabel und den Stecker, er enthält aufeinander abgestimmte, getestete Verbindungen als komplettes System und unsere Expert:innen an seine Seite.“
Das LAPP Exploration Center ist ein Ort, an dem Sie unsere Lösungen und Innovationen praktisch erleben – mit konzentrierter technischer Kompetenz an Ihrer Seite. Wir bieten Trainings, Fehlerbehebung und individuelle Beratung für Ihre Verbindungsinfrastruktur und sind PI-zertifiziert. Besuchen Sie uns in Stuttgart und entdecken Sie, wie die Verbindungslösungen von LAPP Ihre industrielle Kommunikation optimieren.
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