LAPP

Im Hier und Jetzt das Beste geben, das Tagesgeschäft effizient und effektiv bewältigen – das ist ein wichtiger Aspekt von unternehmerischem Erfolg. Zugleich tun Unternehmen gut daran, über den Tellerrand der Gegenwart hinauszuschauen, um nicht von relevanten Entwicklungen überholt zu werden. Ambidextrie nennt man die Fähigkeit dazu, beides miteinander zu kombinieren; ein wichtiges Prinzip bei LAPP. Auch der LAPP Technologiebeirat agiert in diesem Sinn: Vier renommierte Wissenschaftler:innen unterstützen den Vorstand von LAPP dabei, Technologietrends früh zu erkennen, damit sich das Unternehmen heute und in Zukunft darauf einstellen kann.

 

Mehr als ein Jahrzehnt Gestaltung der technologischen Zukunft

Ein „Kaminabend“ mit hochkarätigen Professor:innen sowie Vorständen von LAPP und Familienvertreter – das war die Idee von Siegbert Lapp, dem ältesten Sohn der beiden Firmengründer Oskar und Ursula Ida Lapp, als er 2010 den Technologiebeirat einberief. Die Expert:innen sollten den Vorstand und die Familie beim Blick in die technologische Zukunft unterstützen, indem sie relevante Trends aufzeigen und einordnen, Tipps zur Entwicklung der Organisation und des Geschäftsfelds geben, aber auch, indem das Gremium Kooperationen fördert und Kontakte zu politischen, unternehmerischen und wissenschaftlichen Netzwerken eröffnet. Drei bis maximal vier Beiratssitzungen finden pro Jahr statt, dazu Exkursionen zu Instituten und Kooperationspartner:innen. Der Rat aus vier wissenschaftlichen Expert:innen informiert über einschlägige Technologietrends wie Kohlenstoffnanoröhren (engl. Carbon NanoTubes oder CNT), Gleichstrom, Künstliche Intelligenz oder vorausschauende Wartung („Predictive Maintenance“), woraus bei LAPP oft konkrete Innovationsprojekte entstehen. Darüber hinaus war der Beirat am Aufbau von Innovationsstrukturen beteiligt, z.B. am Stage-Gate-Prozess. Im Januar 2023 fand ein Workshop zur Neuausrichtung des Technologiebeirats statt, in dem beschlossen wurde, diesen stärker auf das Tagesgeschäft und die Prozesslandschaft von LAPP auszurichten.

 

Die beteiligten Wissenschaftler:innen im Überblick

Prof. Dr. Katharina Hölzle leitet das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der Frage, wie aus Technologien Innovationen werden, wie Forschung wirksam in die unternehmerische Praxis überführt wird und welche Fähigkeiten Unternehmen und Regionen dafür benötigen. „Als Technologie- und Innovationsforscherin will ich Transformation nicht nur beobachten, sondern mitgestalten – und LAPP ist dafür als familiengeführter und zukunftsorientierter Weltmarktführer ein idealer Partner“, so Katharina Hölzle zu ihrer Tätigkeit im Beirat. „Nach den ersten Sitzungen begeistert mich besonders, wie offen und neugierig bei LAPP diskutiert wird – und wie schnell aus gemeinsamer Technologievorausschau konkrete Innovationsarbeit wird.“

©Prof. Dr. Katharina Hölzle

Prof. Dr. Oliver Riedel leitet seit 2016 das Institut für Steuerungstechnik der Werkzeugmaschinen und Fertigungseinrichtungen (ISW) an der Universität Stuttgart und ist Dekan der Fakultät Konstruktions-, Produktions- und Fahrzeugtechnik. Seit Juni 2018 ist er zudem Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation. Im Technologiebeirat sieht er einen großen Mehrwert für LAPP: „Relevante Technologietrends werden hier systematisch und aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven bewertet. Dadurch kann das Unternehmen frühzeitig Chancen und Risiken erkennen und gezielt in Innovationen überführen“, so Riedel.

©Prof. Dr. Oliver Riedel
Portrait von Prof. Dr. Jürgen Fleischer
Prof. Dr. Jürgen Fleischer

Prof. Dr. Jürgen Fleischer ist seit über 20 Jahren Inhaber des Lehrstuhls für Fertigungs- und Montagetechnik sowie Leiter des Instituts für Produktionstechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Seit 2016 ist er Mitglied des Technologiebeirats. Sein bisheriges Highlight in diesem Kontext: „Toll war die Reise zu AIRBUS. Als ich den Vorschlag gemacht habe, einen intelligenten Stringer mit eingebetteten Kabelsätzen für den Flugzeugbau zu entwickeln und einzusetzen, war Siegbert Lapp sofort dabei. Wir haben versucht, das als Luftfahrtforschungsprojekt durchzuführen, das hat leider nicht funktioniert. Die Idee war trotzdem gut.“

Portrait Prof. Dr. Dietmar Drummer
Prof. Dr. Dietmar Drummer

Prof. Dr. Dietmar Drummer leitet seit 2009 den Lehrstuhl für Kunststofftechnik an der Universität Erlangen-Nürnberg. Er ist Mitglied des Beirats von der ersten Stunde an. Zu dieser Tätigkeit sagt er: „An dem Beirat schätze ich sehr die große Themenoffenheit und -breite der fachlichen Diskussionen. So werden Werkstoffe, Technologien und Systeme gleichermaßen evaluiert, zudem aber immer auch in die technologische Reife und Marktentwicklungen eingeordnet.“

Zwischen den beratenden Wissenschaftler:innen und dem Management von LAPP besteht ein enges, partnerschaftliches Verhältnis, geprägt von einem offenen und vertrauensvollen Austausch. Die Institution ist daher auch für die Zukunft gesetzt und wird weiterhin das Technologiebewusstsein in der Führung von LAPP schärfen sowie ein Bewusstsein für relevante Forschungsprojekte schaffen. So kann LAPP stets am Puls der Zeit agieren bzw. über den Horizont der Gegenwart hinausblicken – auf diese Weise ist die Innovationsfähigkeit und Kund:innenzentriertheit langfristig gewährleistet.