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Nach zweijähriger Entwicklungszeit eines Wasserstoff-Range-Extenders für das „Dahu“ erreichte Swiss Solar Boat im April 2024 einen Meilenstein: die erste Überquerung des Genfer Sees von Lausanne nach Evian mit einem wasserstoffbetriebenen Foiler. ©Swiss Solar Boat

Die Mobilität auf dem Wasser gewinnt stetig an Bedeutung – ob im Tourismus, Freizeitsport oder als Transportalternative zur Straße. Welche Rolle dabei innovative Antriebstechnologien spielen könnten, zeigt das Projekt Swiss Solar Boat (SSB) von EPFL MAKE, einer Initiative der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Gemeinsam entwickelten 75 Studierende den Renewable Energy Foiler (REF), ein Hybridboot mit Solar- und Wasserstoffantrieb. Damit demonstrieren sie, wie alternative Antriebstechnologien neue Perspektiven für die maritime Mobilität eröffnen können.

Vom „Dahu“ Foiling-Proa zum Renewable Energy Foiler

Die Geschichte des Swiss Solar Boat (SSB) Projekts ist geprägt von technologischen Meilensteinen. Ein besonders herausragendes Projekt ist dabei „Dahu“, ein Foiling-Proa, dessen ungewöhnlicher Name von einem alpinen Fabelwesen stammt und auf die asymmetrische Bauweise des Boots anspielt. Als sogenannte Proa orientiert sich Dahu an traditionellen polynesischen Auslegerbooten und kombiniert dieses Konzept mit der Foiling-Technologie.

 

„Dahu“ gewann 2021 den Preis „Eco-Conception Award“ bei der Monaco Energy Boat Challenge und sicherte sich ein Jahr später den ersten Platz im Meisterschaftsrennen dem „Championship Race“. Im Jahr 2024 bewies das Team die Praxistauglichkeit der Technologie, als „Dahu“ den Genfer See von Lausanne nach Évian überquerte. Dabei demonstrierte das Boot, wie Wasserstoff als Energieträger für Antriebssysteme auf dem Wasser genutzt werden kann. Mit diesem Erfolg legte das Dahu den Grundstein für das nächste Projekt von SSB – den Renewable Energy Foiler (REF).

Konsequent weiterentwickelt

Der „REF“ ist eine technologische Weiterentwicklung von „Dahu“. Bei diesem Dreipersonenboot wird der Wasserstoffantrieb durch Solarenergie ergänzt. So vereint das Konzept zwei alternative Energiequellen in einem Hybridantrieb. Swiss Solar Boat gibt für den REF eine Höchstgeschwindigkeit von 35 Knoten (65 km/h) sowie eine Reichweite von rund 200 Kilometern als technische Zielwerte an. Nach der Fertigstellung sollen diese Werte auf dem Genfersee getestet werden.

Seit Sommer 2024 befindet sich der „REF“ im Bau und tritt nun in die entscheidende Phase der elektronischen Integration ein. Das Ziel des Projekts ist klar: Im Frühjahr soll der REF vor der atemberaubenden Kulisse der Schweizer Alpen über den See gleiten und bei der Monaco Energy Boat Challenge 2026 auf einer internationalen Bühne präsentieren werden.

 

Gelöste Herausforderungen

Eine der zentralen Herausforderungen bei der Entwicklung des Swiss Solar Boat bestand in der Auswahl eines geeigneten CAN-Kommunikationskabels, das den hohen technischen Anforderungen des Projekts entsprach. Das Kabel musste nicht nur über 2 oder 4 Adern verfügen und gut gegen Störsignale abgeschirmt sein, sondern auch einen ausreichend dünnen Außendurchmesser aufweisen, um problemlos in die Kabelverbinder des Bootes zu passen. Diese speziellen Anforderungen schränkten die Auswahlmöglichkeiten erheblich ein. Mit der Unterstützung der Expert:innen der LAPP SWISS AG konnte jedoch eine passende Lösung gefunden werden. LAPP lieferte eines der wenigen Kabel, die alle technischen Kriterien erfüllte.

Das ultimative Ziel: den Renewable Energy Foiler (REF) zum Leben zu erwecken und vor der malerischen Kulisse der Alpen foilen zu sehen und die Schweizer Innovationskraft bei der Monaco Energy Boat Challenge 2026 auf der internationalen Bühne zu präsentieren. ©Swiss Solar Boat

Neben den CAN-Kommunikationskabeln kamen weitere Produkte von LAPP zum Einsatz. Kabelverschraubungen in verschiedenen Größen wurden verwendet, um die Kabel sicher durch die Abteilwände des Bootes zu führen und gleichzeitig eine wasserdichte Trennung zu gewährleisten – eine entscheidende Voraussetzung, um die empfindliche Elektronik zuverlässig vor äußeren Einflüssen zu schützen. Darüber hinaus spielten Kabelschuhe eine wichtige Rolle, indem sie die stromintensiven Komponenten des Bootes zuverlässig mit dem elektrischen System verbanden. Dank der zuverlässigen und schnellen Lieferung der benötigen Komponenten, konnte das Projekt ohne nennenswerte Verzögerungen vorangetrieben werden.

Neben den CAN-Kommunikationskabeln kamen weitere Produkte von LAPP zum Einsatz. Kabelverschraubungen in verschiedenen Größen wurden verwendet, um die Kabel sicher durch die Abteilwände des Bootes zu führen und gleichzeitig eine wasserdichte Trennung zu gewährleisten – ein wesentliches Feature, um die empfindliche Elektronik vor äußeren Einflüssen zu schützen. Darüber hinaus spielten Kabelschuhe eine wichtige Rolle, indem sie die stromintensiven Komponenten des Bootes zuverlässig mit dem elektrischen System verbanden. Dank einer zuverlässigen und schnellen Lieferung der benötigen Komponenten, konnte das Projekt zügig ohne nennenswerten Zeitverlust umgesetzt werden.

 

Die wachsende Bedeutung der Mobilität auf dem Wasser trifft im Swiss Solar Boat Projekt der EPFL MAKE auf eine konkrete Vision, bei der 75 Studierende zeigen, wie eine emissionsärmere Zukunft auf den Wasserstraßen Realität werden kann. ©Swiss Solar Boat

Ein Schlüssel zum Erfolg – starke Partnerschaften

Innovationen wie das Swiss Solar Boat entstehen nicht im Alleingang. Einen wichtigen Beitrag zum Projekt leisteten Industriepartner wie LAPP, die zentrale Komponenten für die technische Umsetzung bereitstellten. Die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Wirtschaft ermöglichte es, innovative Ideen unter realen Bedingungen zu entwickeln und zu erproben.

 

Getragen wird das Projekt vor allem vom Engagement der Studierenden, die ihre Kreativität, ihren Pioniergeist und ihr technisches Know-how in die Entwicklung des Renewable Energy Foiler (REF) einbringen. Mit der Kombination aus Foil-Technologie und einem Hybridantrieb auf Basis von Solarenergie und Wasserstoff zeigen sie, welches Potenzial in alternativen Antriebskonzepten für die Schifffahrt steckt – und geben einen Ausblick darauf, wie Mobilität auf dem Wasser künftig aussehen könnte.